4 Thesen zu „neue Arbeitswelten nach Corona – wohin führt das?“
By |Published On: Juni 25th, 2020|691 words|3,5 min read|

Im Home Office zu arbeiten ist sicher vorteilhaft, um konzentriert Dinge abzuarbeiten, effizient und Schritt für Schritt – das klingt doch herrlich und vielversprechend oder ist das alles wieder nur eine Masche um Kosten zu sparen.

„Man wird ausprobieren müssen, ob es funktioniert. Aber was passiert, wenn es nicht klappt? Ist man dann nicht mehr modern und unzeitgemäß? Am besten man sucht sich gleich Unterstützung, um erfolgreich damit umzugehen. Es gibt dafür genug Spezialisten am Markt.“

Dies sind nur einige Gedanken, die Unternehmern gerade jetzt nach der Corona Krise durch den Kopf gehen.

Home Office für Alle

Seit Mai 2020 haben Facebook und Google angekündigt, dass alle MitarbeiterInnen bis zum Jahresende im Home Office bleiben sollen – Twitter ist sogar noch einen Schritt weitergegangen. MitarbeiterInnen dürfen nach der Corona-Krise uneingeschränkt im Home Office arbeiten – unter folgender Prämisse – „Wenn unsere Beschäftigten in einer Rolle und Lage sind, die es ihnen erlaubt, von Zuhause aus zu arbeiten, und sie für immer damit weitermachen wollen, werden wir das möglich machen“. (laut dem Kurznachrichtendienst Twitter)

Diese Aktionen werden jetzt als revolutionär gesehen – aber stimmt das wirklich?

Abschaffung von Home Office

2016 ging folgende Schlagzeile durch alle Medien: Yahoo hat Home Office für alle MitarbeiterInnen abrupt abgeschafft. Ein „Führungsversagen“ wurde es von den Medien genannt. CEO Marissa Mayer begründetet die Entscheidung damals damit, dass man körperlich in der Firma anwesend sein müsse, um mit anderen Mitarbeitern erfolgreich zum Wohle des Unternehmens zusammenarbeiten zu können.

Doch was ist nun im Bezug auf moderne Arbeitswelten der richtige Weg, um am Puls der Zeit zu bleiben?

5 Leitfragen für Home Office

Hier meine 5 Leitfragen wie ein Unternehmen entscheiden soll, ob es Home Office permanent einführen soll oder nicht:

Welche Positionen, Aufgaben und Tätigkeiten erlauben es einem Mitarbeiter im Home Office zu arbeiten? Ist dafür auch das Equipment vorhanden, um effizient und produktiv permanent im Home Office zu arbeiten?

Welche Unternehmenskultur herrscht in meinem Unternehmen? Unterstützt diese ein remotes Arbeiten / Führen von Teams?

Welche Generationen arbeiten in meinem Unternehmen und in welcher Lebenssituation befinden sich meine MitarbeiterInnen – ist remote Arbeiten gerade wichtig oder eher die Zusammenarbeit im Team?

Welche Tools habe ich meinen Führungskräften zur Verfügung gestellt, damit sie ihre Teams remote führen können?

Sind Prozesse soweit digitalisiert, dass man konstant im Home Office arbeiten kann?

Und nun?

Kann ich als Unternehmer all diese Fragen so beantworten, dass Home Office Sinn macht – dann würde ich ein solches Modell der Arbeitsflexibilisierung befürworten. Gibt es jedoch irgendwo Zweifel, so würde ich im Moment noch die Finger davonlassen und mich um meine „Problemzonen“ kümmern.

Denn auch im Fitness-Studio braucht es manchmal einen Personaltrainer, um das geeignete Training für sich zu finden, damit man seine Problemzonen gut bearbeiten kann: Ein individuelles Programm, das genau zu meinem Körper passt.

Genauso sehe ich das auch in Unternehmen – einerseits braucht es eine Strategie und Maßnahmen für die Führungsebene, um flexibel Arbeiten zu können, anderseits brauchen Mitarbeiter oft die eine oder andere Unterstützung, um effizient und erfolgreich im Home Office zu arbeiten – aber immer individuell abgestimmt.

Mein Fazit

Am wichtigsten ist auf jeden Fall, an dieser Thematik dran zu bleiben – wie im Sport – ein einmaliges Training verursacht vielleicht einen starken Muskelkater, aber die Problemzonen bleiben. Nur durch langfristiges und nachhaltiges Arbeiten, kommt man in den Shape, den man braucht, um als Unternehmen erfolgreich und gut gerüstet für die Zukunft zu sein.

Ist es damit nun getan und man ist in der modernen Arbeitswelt angekommen? Jein, das ist nur ein Baustein von vielen. Ich denke, Home Office ist ein wichtiger Bestandteil davon, aber die zwischenmenschlichen Themen, dürfen dabei keinesfalls außer Acht gelassen werden. Die Kunst wird sein, den Spagat zwischen off- und online richtig zu spannen, damit man als Unternehmen zukünftig wettbewerbsfähig bleiben kann, aber auch hohe Mitarbeitermotivation und-zufriedenheit sicherstellen kann.

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Über die Autorin

Marion Eppinger ist die #hrpassionista

Sie ist Influencerin für Trends im HR-Bereich. Richtungsweisend und agil für Top-Themen der Branche.

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