Der erste Tag im neuen Job: Neue Perspektiven für KandidatInnen und Unternehmen
Kurzfristiger Höhenflug mit langfristigem tiefen Fall? - nicht mit einem nachhaltigen Führungsstil!
By |Published On: März 31st, 2022|843 words|4,2 min read|

Teilzeitarbeit ist eine Art von flexibler Arbeitszeitgestaltung, die immer mehr an Bedeutung gewinnt. Sei es um mehr Zeit für die Erziehung der Kinder, die Pflege von Angehörigen oder für Freizeitaktivitäten zu haben. Es ist auch eine Möglichkeit, neben dem Studium Geld zu verdienen.

Eines ist heutzutage jedoch klar, Teilzeitarbeit ist kein „Nice to Have“-Trend mehr sondern eine eindeutige Nachfrage der Gesellschaft, die sich klar herauskristallisiert hat und aus der neuen Arbeitswelt nicht wegzudenken ist.

Der Ruf nach mehr Flexibilität ist seit Pandemie-Beginn und den Folgen von Covid-19 drastisch gestiegen. Die Nachfrage an Teilzeitstellen ist größer geworden als das derzeitige Angebot am Arbeitsmarkt. Arbeitgeber stehen nun vor der Herausforderung, sich mit der Thematik auseinandersetzen, um den Fachkräftemangel den Kampf anzusagen.

Ist Teilzeit, vielleicht das neue Vollzeit?

Tendenz ist sicher steigend und um der Knappheit an Talenten entgegenzuwirken, muss es ein Umdenken in der Arbeitszeitgestaltung geben, mit den passenden Karrieremodellen.

Also, was braucht es denn, um in Teilzeit erfolgreich Karriere zu machen?

Eine Unternehmenskultur, die Karriere und flexibles Arbeiten fördert.

Auf die Bedürfnisse von Mitarbeiter*innen sowie des Unternehmens einzugehen, ist eine Grundvoraussetzung. Ebenso  wäre hier eine gesunde Balance für beide Seiten wichtig. Meetings kann man auch so gestalten, dass alle daran teilnehmen können und nicht „die Augen verdreht“ werden, wenn der oder die Mitarbeiter*in nicht flexibel genug sind.

Kreativität wie eine Teilzeit-Jobgestaltung bzw. -karriere ausschauen könnte.

Oft höre ich in Gesprächen, diese oder jene Stelle muss Vollzeit sein und man muss zusätzlich in der Zeit 24/7 erreichbar sein, sonst funktioniert das nicht. Ich denke, wenn man offen ist, Neues auszuprobieren und konkret eine Stellvertreterregelung hat oder ein Job-Sharing Modell wählt, dann kann so eine Position leicht in Teilzeit abgebildet werden, ohne Abstriche machen zu müssen. Es ist sogar eher von Vorteil für das Unternehmen, denn verschiedene Personen bringen verschiedene Talente und Fähigkeiten im Job ein.

Informationsfluss

Als Teilzeitmitarbeiter*in ist man nicht immer verfügbar und bekommt vielleicht nicht immer alles unmittelbar mit. Es ist im Sinne aller, hier einen Kommunikationsweg zu finden, dass alle vom selben Blatt singen. zB. Protokolle, Buddy Systeme – die Mitarbeiter*innen informieren, die nicht am Meeting/Gesprächen teilnehmen konnten.

Diversität

Teilzeitarbeit ist nicht nur eine Frauenangelegenheit, sondern ein Thema für alle. Hier auch Männer zu fördern in Teilzeit Karriere zu machen und damit eine gesunde Balance zwischen Arbeit & Familie / Freizeit zu schaffen, wäre eine gutes Aushängeschild für jedes Unternehmen. Die Erfahrungen, die Teams machen, wo eine gute Mischung von Voll- & Teilzeit herrscht, ebenso wie eine Gender-Vielfalt, sind unbezahlbar. Das ”aufeinander eingehen” wird damit sehr stark gefördert und ist ein wichtiger Teil jeder erfolgreichen Unternehmenskultur. 

Zeit & Mut

Aller Anfang ist schwer und manchmal braucht es diesen besonderen Ticken Mutum etwas zu verändern. Rom wurde ja auch nicht über Nacht erbaut – es gilt Teilzeitkarriere-Modelle auszuprobieren und davon zu lernen. Alles wird nicht auf Anhieb funktionieren, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Wer bei der Umsetzung oder Ideen für Teilzeitmodelle Hilfe braucht, kann sich gerne bei mir melden – ich teile hier mit Freude meine Erfahrungswerte!
Eure #hrpassionista, Nachrichten gerne per E-Mail an marion@hr-passionista.com

Wie geht man das Thema am besten an?

Es sind einige Themen zu berücksichtigen, um einem / einer Teilzeitermitarbeiter*in eine Karrierechance zu geben: Flexibel agieren und den Status Quo hinterfragen, sind schon erste wichtige Schritte. Oft sind wir einfach im Tunnelblick gefangen und sehen nicht, was sich an der Seite noch alles abspielt.

Covid-19 hat uns gelehrt, dass die „neue Normalität“ nichts mit der „alten“ zu tun hat. Es müssen neue flexible Wege eingeschlagen werden, um als Unternehmen wettbewerbsfähig zu bleiben.

Mein Fazit

Oft glaubt man, Themen wie diese muss man allein schaffen. Das ist nicht der Fall. Sondern es gilt sich mit anderen Unternehmen auszutauschen und die richtige Methodik für das Unternehmen zu finden. Nicht alle Prozesse passen zu jeder Kultur. Es gilt, die Individualität jedes Unternehmens zu erkennen und darauf aufzubauen. Möglichkeiten für Flexibilität gibt es immer und Mitarbeiter*innen dabei zu unterstützen, ist hierfür die Basis. Dann mögliche Arbeitszeitmodelle wie klassisch Teilzeit oder auch Jobsharing auszutesten, wären ein guter Anfang, um Stellen neu oder anders zu besetzen. Damit öffnet man sich als Unternehmen einem ganz neuen Markt an Talenten und die Arbeitgebermarke wird dadurch noch mehr gestärkt. Wer das erkennt, wird einen klaren Wettbewerbsvorteil haben. Weil klassisch 9 to 5 gibt es fast nicht mehr. Der Drang sich selbst und seine Bedürfnisse zu verwirklichen, wird immer größer, vor allem jetzt, wo Arbeitnehmer*innen sich Jobs aussuchen können und Forderungen stellen, die in der Vergangenheit fast undenkbar waren.

Aber nicht abschrecken lassen, weil wie hat R. Branson einmal gesagt:

 „You don’t learn to walk by following rules. You learn by doing and by falling over.“

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Über die Autorin

Marion Eppinger ist die #hrpassionista

Sie ist Influencerin für Trends im HR-Bereich. Richtungsweisend und agil für Top-Themen der Branche.

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