HR-Passonista | Marion Eppinger

In schweren Zeiten zusammenstehen: Suizidbewältigung im Unternehmen

Person sitzt allein auf einer Bank in einer urbanen Umgebung – Symbol für Isolation und die Bedeutung von Prävention

Ein Suizid im Unternehmen oder im Umfeld eines Mitarbeiters ist immer ein Ausnahmefall, der alle Beteiligten tief betroffen macht und oft überfordert.

In solchen Situationen ist es wichtig, dass Unternehmen wissen, wie sie ihre Mitarbeitenden unterstützen können.

 

Mitgefühl zeigen

Die Führungskraft sollte das persönliche Gespräch mit der betroffenen Person suchen. Ein Getränk anbieten und ein ungestörtes, offenes Ambiente schaffen. Eine Packung Taschentücher bereithalten kann ebenfalls hilfreich sein.

 

Ich-Botschaften verwenden

„Ich habe gehört, was passiert ist. Ich bin sehr betroffen und mir fehlen die Worte! Gibt es irgendetwas, was ich tun kann, um dich zu unterstützen?“
Mut zur Pause und abwarten, was das Gegenüber sagt.

 

Unterstützung durch Angehörige und Freunde

Angehörige oder Freunde gemeinsam mit der betroffenen Person kontaktieren, damit sie abgeholt werden. Wenn niemand erreicht werden kann, die betroffene Person nach Hause begleiten, entweder durch die Führungskraft oder einen vertrauten Kollegen.

 

Kriseninterventionsteam einschalten

Falls es direkt im Unternehmen passiert ist, sofort das Kriseninterventionsteam einschalten. Dies geschieht meist automatisch, wenn Polizei, Feuerwehr oder Rettungskräfte gerufen werden. Sicherheitshalber sollte dies jedoch explizit erwähnt werden, da Betroffene und deren Umfeld in solchen Situationen Betreuung benötigen.

 

Arbeitspsychologen und EAP-Anbieter

Handelt es sich um einen Angehörigen, einen Arbeitspsychologen zur Verfügung stellen (wenn vorhanden) oder die Nummer des EAP-Anbieters geben. Diese sind für solche Vorfälle gut geschult und können erste Unterstützung anbieten.

 

Angemessene Freistellung und Krankschreibung

Die gesetzlich vorgesehenen zwei freien Arbeitstage sind oft unzureichend. Überlegt, ob eine Beurlaubung oder Krankschreibung sinnvoll wäre. Betroffene Mitarbeitende ermutigen, sich die Zeit zu nehmen, die sie brauchen, und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

 

Trauerbegleitung und regelmässige Gespräche

Trauerbegleitung und regelmäßige Gespräche anbieten, um den Mitarbeitenden zu helfen, ihre Gefühle zu verarbeiten.

 

Workshops und Schulungen

Workshops und Schulungen für das Team und die Kolleg*innen organisieren, um den Umgang mit dem Thema Suizid und Suizidprävention zu verbessern. Das Bewusstsein schärfen, um besser mit solchen Situationen umzugehen.

 

Unterstützende Netzwerke aufbauen

Unterstützende Netzwerke aufbauen, um den Austausch mit Kollegen oder Gleichgesinnten zu fördern.

Mein Fazit

Ich hoffe, ich konnte euch hier ein paar Impulse mitgeben.

Es ist wichtig, dass das Unternehmen eine unterstützende und mitfühlende Haltung einnimmt und den Mitarbeitenden zeigt, dass sie nicht allein sind.

Oft reicht es schon, einfach da zu sein und zuzuhören.

 

Bild von Marion Eppinger ist die #hrpassionista

Marion Eppinger ist die #hrpassionista

Sie ist Influencerin für Trends im HR-Bereich. Richtungsweisend und agil für Top-Themen der Branche.

Du möchtest mehr über dieses Thema erfahren?

Dann trau dich und schreib mir gerne. Wir können ein kostenloses Erstgespräch von maximal 30 Minuten vereinbaren, um gemeinsam etwas tiefer in die Materie einzutauchen.

Connect with the #HrPassionista

Du möchtest mehr über
#whatstrendinginHR wissen?